Wie kann kulturelle Bildung ganz praktisch gelingen, mitten im Schulalltag? Ein TanzTheaterprojekt aus Flensburg zeigt, wie Kinder durch Bewegung, Kreativität und gemeinsames Gestalten Selbstvertrauen gewinnen und echte Teilhabe erleben.

Wie kann kulturelle Bildung ganz praktisch gelingen, mitten im Schulalltag? Ein TanzTheaterprojekt aus Flensburg zeigt, wie Kinder durch Bewegung, Kreativität und gemeinsames Gestalten Selbstvertrauen gewinnen und echte Teilhabe erleben.

Vier Tage Natur, Gemeinschaft und Zukunftsfragen: Was bleibt hängen, wenn Schule plötzlich anders ist? Wenn der Stundenplan gegen Waldwege, Diskussionen in Workshops und Lagerfeuer getauscht wird? Eine Schulklasse hat es ausprobiert.

Die Idee zum Projekt etstand im Zuge des Seminarkurses “Queere Indendität und Kultur”. Hierbei wurden wissenschaftliche Arbeiten zu LGBTQIA verfasst, die einer mündlichen Abiturprüfung gleichgesetzt sind. Die Schule erarbeitete darüberhinaus Themen, um ein Zeichen für Akzeptanz zu setzen und sich gegen Diskriminierung un d Toleranz einzusetzen. Daraus entstand der Wunsch, die erste “Schule der Vielfalt” Baden-Württembergs zu werden.

Es ist wichtig, dass Schüler*innen lernen, sich in andere Menschen hineinzuversetzen, begreifen, was verletzt. Das Projeklt hilft, alle Arten von Diskriminierung zu erkennen, zu benennen und sich und die anderen davor zu beschützen. Diskriminierungserfahrungen erschüttern nachweislich das Selbstwertgefühl und damit den Lernerfolg von Schüler*innen. Ganz bewusst wurden kleine Kinder der Grundschule bereits in das Projekt einbezogen, da auch diese im Alltag Erfahrungen mit Diskriminierung machen. In diesem Alter sind Kinder durch das Vorlesen von Bilderbüchern gut zu erreichen.

Grundschüler*innen planen, bauen und richten ein ihr Schlechtwetterhaus auf dem Schulgelände. Dabei erlernen sie handwerkliches Arbeiten, Kunstinstallation und werden von Ehrenamtlichen und Expert*innen des Handwerks unterstützt